Ein Tag im Leben bei der Baumschule Nielsen - MdB Klingbeil arbeitete einen Tag im Soltauer Betrieb mit

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Alljährlich bietet der BDWi e.V. (Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft) mit Sitz in Berlin den Mitgliedern des Deutschen Bundestages und den deutschen Europaabgeordneten die Möglichkeit, im Rahmen eines „Betriebspraktikums“ in Unternehmen verschiedener mittelständischen Branchen einen Einblick in die tägliche Arbeit zu bekommen. Lars Klingbeil (SPD), der mit seiner Serie „Ein Tag im Leben“ ohnehin einmal im Monat in Betrieben und Unternehmen mitarbeitet, nutzte jetzt das Angebot des BDWI.

Zusammen mit den Mitarbeitern des Baumschulunternehmens schnitt Klingbeil Vermehrungsmaterial von Heidepflanzen für einen Kunden der Baumschule Nielsen und bereitete das Material zum Versand vor.

Zuvor hatte sich Lars Klingbeil mit der bisherigen Entwicklung und jetzigen Ausrichtung des Betriebes vertraut gemacht. Christian Nielsen, Juniorchef des Unternehmens, erläuterte die Abläufe der Gehölzproduktion, das breite Gehölzsortiment des Baumschulbetriebes und die Absatzmärkte, für die seit über drei Generationen kultiviert wird. Mit dem Generationswechsel sei zu den traditionellen Absatzmärkten auch die Vermarktung über Internet zu einem weiteren Standbein geworden, das mit einigen Spezialsortimenten weiter ausgebaut werden solle. Neben den Perspektiven, die sich dem Unternehmen bieten, wurde auch über die großen und kleinen Nöte diskutiert, die vielfach den geraden Weg zum gesetzten Ziel verbauen. Ein Hindernis ist die Zunahme der die Unternehmen betreffenden gesetzlichen Regelungen und damit die zunehmende Bürokratie, die entgegen der Aussagen und Versprechungen seitens der Politik weiter steigen.

Zu den im Berufsstand insgesamt diskutierten Themen konnte sich Lars Klingbeil mit Verbandsvertretern aus Niedersachsen und der BdB-Bundesebene austauschen. Angesprochen wurden unter anderem der für die Branche geltende Mehrwertsteuersatz, die Neuordnung des Bundesnaturschutzgesetzes und dessen Auswirkungen auf Produktion und Verwendung von Gehölzen in der freien Natur, die fehlenden Möglichkeiten zur Sicherung einer optimalen Pflanzenhygiene, die Ausbildungssituation in der Branche.

Obwohl der kurze Einblick in den Alltag noch kein umfassendes Bild über die Herausforderungen der Branche bieten konnte, wurde auf beiden Seiten das Verständnis für die jeweils andere Seite verbessert. Denn auch dies war ein Fazit dieses Praktikums: „Man muss miteinander reden und auch mal einige Stunden miteinander arbeiten, um einander besser zu verstehen!“
 

 

 


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